Kurzfilme sind eine Visitenkarte

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Kurzfilme gelten als Königsdisziplin in der Filmkunst. Jeder professionelle Filmemacher muss während seiner Ausbildung mindestens einen Kurzfilm drehen, um zu beweisen, dass er sein Handwerk versteht. Gleichzeitig sind Kurzfilme auch die Visitenkarte für die eigene Karriere. Während seiner Kürze und seines komprimierten Spannungsbogens können Kurzfilme bei der Bewerbung schnell angesehen und bewertet werden. Zudem haben Bewerber, die bereits einen interessanten Kurzfilm erstellt haben, meist eine sichtbare Stelle im Internet, wo der Film gelagert und schnell mit der eigenen Person verbunden werden kann. Ihre Bedeutung für die eigene Karriere ist also enorm. Früh übt sich, wer ein Meister werden will, und so kann gar nicht früh genug mit einem Kurzfilm geübt werden, wenn sich für Filme generell interessiert und mit der Idee gespielt wird, seine Berufung zu seinem Beruf zu machen.

Das Alleinstellungsmerkmal

Bei einer Novelle gibt es eine pointierte Definition von Goethe, dass diese von einer „unerhörten Begebenheit“ handele. So ähnlich sollte auch mit einem Kurzfilm verfahren werden, der sich durch originelle Ideen auszeichnet mit mindestens einem Knalleffekt. Elemente, die nachhaltig im Gedächtnis haften bleiben, machen bei einem Kurzfilm am Ende die beste Figur. Ein solches Ende wäre eines, das nicht so schnell aus dem Kopf geht, das sich einer einfachen Bewertung verschließt und das zum Nachdenken anregt. Wichtig ist hierbei das Alleinstellungsmerkmal, was bedeutet, dass der Film etwas bieten sollte, was bislang kein anderer Film in dieser Form geboten hat. Eine technisch solide Ausführung ist das eine, das andere ist die zündende und mitreißende Idee. Lassen Sie sich auch hier inspirieren: Kurzfilm erstellen Anleitung.

Purismus zählt

Bei einem Kurzfilm kommt es auf das puristische Prinzip an, sodass sich bei der Handlung auf das Wesentliche konzentriert werden sollte. Langwierige Dialoge, zahlreiche Nebenhandlungen und eine knisternde Spannung mögen zwar den ein oder anderen Langfilm bereichern. Bei einem Kurzfilm wäre so etwas aber fehl am Platze, die Handlung muss klar und pointiert sein, alles Überflüssige sollte wegfallen. Überdies hat bei einem Kurzfilm das visuelle Prinzip den Vorrang vor dem auditiven, da Bilder unmittelbar wirken. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, einfache Tricks helfen dabei, in Bildern bereits das Wesentliche einer Handlung zu transportieren. So heißt es bei Kurzfilmen: Der Drehort schafft die Stimmung, das Licht die Atmosphäre. Ein guter Kurzfilm kommt mit wenigen Figuren aus, die aber mit einer feinen Charakterzeichnung bedacht sind. Die Handlung sollte auf die Grundidee bzw. die Kernbotschaft konzentriert bleiben, von der im Plot nur wenig abgewichen wird. Der ideale Kurzfilm ist damit nicht länger als 15 Min., während er die Länge von 30 Minuten unter keinen Umständen überschreiten darf.

Praktische Hinweise

Auch wenn die Konzeption eines Films bereits in groben Zügen erdacht ist, so kennen viele Menschen das Phänomen, dass ihnen oftmals die besten Ideen kommen, wenn sie nicht bewusst an die Angelegenheit denken. Bei einem eigenen Film ist dies nicht anders, weswegen es sich lohnt, stets eine Ideensammlung und einen Stift bei sich zu führen oder mit einem Smartphone sämtliche guten Ideen festzuhalten und zu sammeln. Die Konzeption mag stehen, die Details aber wachsen. Ein guter Produzent ist offen für neue Eindrücke, unverhoffte Geistesblitze und Verbesserungen und dazu bereit, mit der nötigen Flexibilität an den Film heranzugehen und ihn um neue Ideen zu ergänzen. Mit einem I-Movie für IOS-Geräte und dem Celtx Drehbuchschreibprogramm lassen sich gute Instrumente kostenlos herunterladen. Ein Kamerastativ ermöglicht die Halterung der Kamera ohne eine Person, die nun anderweitig im Film mitwirken kann. Wer einen eigenen Film dreht, sollte sich zudem während der Dreharbeiten mit handwerklichen Grundtechniken auseinandersetzen. Dazu gehören Kenntnisse zu Begriffen wie Iris, Fokusring und Weißabgleich. Weitere Hinweise finden sich in dem Standardwerk von Steven Ascher und Edward Pincus: „Filmemachers Handbuch“.

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